Ein guter Mensch sein!

Es sollte das Ziel eines Menschen – und Judokas – sein, dass er auch ein guter Budoka, ein guter Mensch wird.

Dazu sollte man seinen Körper und Geist immer optimal einsetzen. Man muss Körper und Geist sehr genau kennen lernen; mit all seinen Stärken und Schwächen. Ich gebe immer mein Bestes! Ich versuche, die innere Stimme abzustellen, die mir immer sagt: „Das kannst Du doch nicht, versuch es erst gar nicht“, „Du wirst Dich blamieren“. Denn ich weiss, dass das Scheitern und Fehler-Machen genauso zum Leben gehört, wie die Luft, die wir zum atmen brauchen. Wir können nicht Siegen und Verlieren, wir können Siegen und Lernen. Diese Gelegenheiten sollte man nicht verpassen!

Als guter Mensch bin ich ein guter Teil der Gesellschaft. Ich bin offen und unterstütze meine Mitmenschen. Ich kann die Welt (um mich herum) positiv beeinflussen und gehe mit gutem Beispiel voran. Auch wenn harte Schicksalsschläge kommen: Sie sind völlig normal und man soll genug Kraft und Vertrauen haben, dass sie einen nicht aus der Bahn werfen. So ist der Tod von Grosseltern und Eltern normal, und auch der Verlust eines Kindes ist hinzunehmen. Eine tödliche Krankheit, ein Unfall… gehört leider dazu!

Wir können den Menschen dienen, ihnen beistehen und ihnen Kraft geben. Wir können die Wirklichkeit und Realität nicht ändern, vor allem, wenn es um die berühmten „Schicksalsschläge“ geht. Aber unser Umgang damit zeigt die Reife, in der wir uns befinden. Wir müssen nicht erklären – Dasein und zusammen nicht-Verstehen, ehrlich und ohne Hintergedanken, genügt völlig.

Wenn es um das Thema Kampfsport geht, dann kann man die Entwicklung des Kampfsportlers auf unsere Entwicklung als Menschen übertragen. Die Inspiration habe ich von Alain Sally erhalten.
– Im frühen Stadium der Kyu-Grade lernen wir das Alphabet.
– Erster Dan (Schwarzgurt) beweist man, dass man alle Buchstaben kennt.
– Beim zweiten Dan lernt man, dass man aus dem ABC einfache Wörter bilden kann, zum Beispiel „Cab“ oder „Bac“.
– Der dritte Dan kann etwas komplexere Wörter bilden.
– Der vierte Dan kann erste einfache Sätze bilden: „Ich bin am Baden“ oder „Ich habe Hunger“
– Der fünfte Dan kann etwas komplexere Sätze bilden
– Ab dem sechsten Dan kommt der Philosophisophische Bereich und der Aspekt des Schriftstellers

So müssen wir, im übertragenen Sinne, versuchen, zuerst die Buchstaben, Wörter und Sätze zu lernen, bevor wir in die Philosophie gehen. Ich höre viele Menschen philosophieren, bin aber nicht sicher, ob sie auch wirklich das Alphabet beherrschen, also ob sie fachkundig sind.

Es ist doch überhaupt kein Problem, etwas nicht zu wissen. Denn wir eröffnen uns die Chance, etwas dazuzulernen!

Packen wir also das Leben wie ein kleines Kind an: neugierig, freundlich, ehrlich und ohne Vorurteile. Und packen wir die Chance, die Welt als guter Mensch etwas zu verbessern!

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