Das Wasser – ein Gleichnis

Es ist faszinierend, welche Gleichheiten das Wasser mit unserem Leben hat. Es entsteht irgendwo in einer Quelle, verbindet sich immer mehr und landet dann im grossen Ozean. Dort nicht mehr als Tropfen erkennbar und vernachlässigbar und doch vorhanden. Es bietet wieder die Lebensgrundlage für andere.

Für Wasser gibt es zwei Haupteigenschaften
– Die Funktion in der Stille, glasklar, durchsichtig und schön, dass sich der Himmel und die Sterne darin reflektieren.
– Die Funktion der Kraft, tosend als Bergbach, als Gezeiten-Strömung, als Welle

In unserem Leben wird immer mehr die Funktion der Kraft nachgefragt: Wir sind leistungsorientiert und müssen die Funktion haben, die Turbine der Geldmaschine anzutreiben. Es erstaunt, dass der Lebenszweck vieler Menschen nur noch das Geldverdienen zu sein scheint.

Wenn wir unser Leben in absoluter Stille und Stillstand leben, auch da ist der Vergleich mit dem Wasser opportun, dann verfault das Wasser und kippt. Es wird zu einer Brühe.

Und genau hier kommt der Gedanke auf: Es braucht beides!

Es braucht die Stille und Ruhe, wo wir das Wasser als Reflektions-medium brauchen können oder als Mittel, um auf den Grund (der Tatsachen und Probleme) schauen zu können. Es braucht die Ruhe um die Kraft zu schöpfen, um dir richtigen Entscheidungen zu treffen und um nicht getrieben zu werden.

Es braucht aber auch die Kraft. Die Kraft um (positiv) zu verändern und zu wirken. Die Power, um Dinge zu verändern und anzupacken, etwas anzustossen, zu Lachen und zu feiern.

Wir leben in einer Welt, die nie schläft. Das Internet ist immer geöffnet, die Welt ist ein globalisiertes Dorf, wo die Sonne nie untergeht und es immer irgendwo eine Happy Hour gibt. Wir werden in eine Illusion geführt, dass auch wir nie schlafen müssen, denn es läuft immer irgendwo etwas. Man könnte aber auch sagen, dass es irgendwo auf der Welt immer Nacht ist – und das wird nicht wahrgehabt. Stille und Ruhe werden als mangelnde Leistungsbereitschaft taxiert. Vielleicht als Trägheit und Faulheit. Schöne Qualifikationen!

Denken wir daran, dass die Nacht ohne den Tag nicht existieren könnte – und umgekehrt. Es braucht die Sonne und den Regen – in richtigen Mengen. Es sind nicht Gegensätze, sondern Ergänzungen! Das eine kann ohne das andere nichts schlaues bewirken.

Nehmen wir uns etwas Zeit, um nachzudenken und durchzuatmen. Das Leben ist viel zu kurz, um es wie eine Wunderkerze einfach Vollgas abzubrennen!

Ein Gedanke zu „Das Wasser – ein Gleichnis“

  1. Na ja,
    das Trinkwasser von den Stadtwerken ist schon klar und unter ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten schadstofffrei. Die Quelle soll irgendwo am St. Gotthard entspringen. So ganz klar ist das allerdings nicht. Nachdem das Wasser über Basel, Ludwigshafen und Leverkusen durch Chemiewerke angereichert wird, wird es last not least recht kostengünstig für den EndUser aufbereitet, u.a. um klare Brühe damit zuzubereiten. Erinnerung: Darmstadt Mathildenhöhe. Schwer zu entschlüsseln die Inschrift der Platte, die vom Wasser unten und Wasser oben im ewigen Kreislauf kündet.

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