Respekt und Wertschätzung

Diese beiden Dinge sind die Basis unseres Daseins und des Zusammenlebens. Respekt und Wertschätzung beginnen bei sich selbst. Akzeptiere ich mich, so wie ich bin? Kenne ich meine Stärken und meine Schwächen? Habe ich ein unverzerrtes Bild von mir, das der Wirklichkeit entspricht? Wenn ich diese Dinge kann, dann spricht man von Respekt. Wenn ich dann noch einen Schuss Wertschätzung in das ganze hineinbringe – also mit Respekt als Basis und einer positiven Haltung dazu – dann ist die Basis ziemlich gut ausgebaut.

Wenn ich diese beiden Dinge an mir selber anwende, dann kann ich die zweite Stufe erreichen: Das Anwenden in meinem Umfeld. Wenn ich einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit den anderen führe, dann habe ich die Welt ein gutes Stück besser gemacht.

Viele Konflikte und Krisen beginnen damit, dass man den anderen weder respektiert noch ihm Wertschätzung entgegenbringt. Wie kann man Frieden haben, wenn man sein Gegenüber nicht respektiert – mit all seinen Stärken und Schwächen? Wie kann man Frieden haben, wenn man seine Werte nicht schätzt?

Vielleicht kann man Frieden auch durch totale Ignoranz und Desinteresse erreichen. In welcher Welt würden wir leben? Wir wären anonym und austauschbar, unterscheiden uns nur noch durch Name und Passnummer. Wir wären Dinge, oder eine art Roboter, die einen Auftrag zu erledigen haben. Wir wären Food-To-Shit-Converter.

Unsere moderne Arbeitswelt entwickelt sich in diese Richtung: Wir brauchen Ziele, an denen wir arbeiten können. Wir sind austauschbar, unterscheiden uns nur noch durch Name, Rang, Funktion und Personalnummer. Wir haben auch keine Tätigkeit mehr, wir haben einen Beruf (kommt von Berufung, was fast etwas Göttliches an sich hat). Wir müssen einander nicht mehr respektieren, wir müssen kompetitiv sein; einander anstacheln, überholen, ausstechen und mit den Ellbogen durchs Leben gehen. Wir müssen mechanisch an unseren wenigen Zielen arbeiten – anderen Sachen geben wir keinen Fokus mehr. Unsere Mitarbeiter sind Störfaktoren oder Maschinen, je nach dem. Die einzige Wertschätzung und dessen Grad ist das Salär.

Hier gibt es dann auch einen Gedanken zur Motivation. Es gibt sehr viele Motivationstrainer, die uns Motivationstechniken beibringen. Sie könen einen überzeugen und mitreissen. Sie können uns die besten einfachen Regeln beibringen, wie wir das Leben meistern können, ohne dass wir je wieder Probleme haben. Irgendwie aber klappt das nicht – darum haben eben genau diese Motivatoren so viel Zulauf. Denn wie wenn man ein Haus auf Sand baut – die Motivation ist der Baustoff – so können wir immer wieder daran korrigieren und herumschrauben. Jedoch bleibt alles schwimmend und instabil, weil etwas fehlt.

Die Lösung des Geheimnisses ist eine gute und stabile Basis, ein Fundament, bestehend aus Respekt und Wertschätzung.

In einer Welt aus diesem Fundament ist Motivation kein so wichtiger Teil mehr, da die Basis stimmt. Nicht dass es sie gar nicht mehr braucht, nein, sie ist aber nicht mehr die Basis, sondern eben der Baustoff, den man auf ein gutes Fundament legen kann.

In einer Arbeitswelt, die von Respekt und Wertschätzung geprägt ist, braucht es nur noch grobe Ziele. Man gibt den Leuten das Gefühl – und das ist Motivation – das sie an etwas grossem und sinnvollen arbeiten. In dieser Welt braucht es auch keinen Neid und Missgunst mehr, denn ein guter Chef stellt seine Leute in der richtigen Funktion auf, und gibt jedem diesen Job, wo seine Stärken am besten auf die Erfordernisse im Job passen.

In dieser Welt gibt es keine guten und schlechten Mitarbeiter, es gibt einfach Menschen mit Stärken und Schwächen, die am richtigen Ort eingesetzt werden müssen. Die Menschen muss man nicht extrem motivieren, man muss sie respektieren und wertschätzen. Man muss etwas vorleben, sie dazu zu bringen, wieder zu Forschen und die Welt wie ein kleines Kind anzuschauen und die Faszination wieder zu erlangen, die durch die moderne Welt verloren gegangen sind.

Und hier kann man als Unternehmen viel Geld sparen! In dieser Welt gäbe es nur wenig Fluktuation, weniger Burn-Outs, weniger Reklamationen. Die Kunden wären zufriedener – denn meist spielt auch hier das Zwischenmenschliche eine grosse Rolle. Wie werde ich behandelt, wie begegnet mir diese Firma?

Und so kommen wir auf den Gedanken, was wir eigentlich für einen Job suchen müssen. Es fängt an mit Respekt – ich weiss, was ich kann und was ich nicht kann – geht weiter mit Wertschätzung – ich liebe meine Stärken und meine Schwächen und kann mich weiter entwickeln. Dann suche ich mir einen Job, der auf mein Profil zugeschnitten ist, und versuche, diesen möglichst gut zu machen. Es wird mir auch besser gelingen, wenn er mir gut liegt. Burn-Outs, Depressionen und so weiter würden zurückgehen.

Und so schliesst sich der Kreis mit der Erkenntnis, dass die Basis das Wichtigste ist. Ohne gute Basis wird man kein Haus darauf bauen. Respekt und Wertschätzung kann man nicht spielen, man kann sie lernen und leben. Begegnen wir den Menschen mit Respekt, dann werden diese einen als fairen Partner akzeptieren und auch eigene Fehler verzeihen. Und wir schaffen uns damit eine Basis für eine bessere Welt – angefangen bei diesen paar Quadratmetern, die um uns herum sind.

Versuchen wir es – es ist es wert!

Die Karten werden neu gemischt!

Viele Menschen verketten alle Ereignisse in ihrem Leben zu einem Strahl, der sinnvoll scheint. So sind sie nur bereit, neue Tatsachen zuzulassen, die mit der Vergangenheit harmonieren. Man könnte sogar sagen, dass die Vergangenheit ihre Zukunft bestimmt!

Und so kommt es, dass man den Kopf nicht freibekommt für die Chancen, die man packen kann. Was ist des Rätsels Lösung?

Loslassen uns sich bewusst werden, dass die Karten immer wieder neu gemischt werden!

Bei einem Segeltörn in Griechenland sind wir ein Anlege-Manöver gefahren: Bei den ersten beiden Malen funktionierte der Anker nicht richtig, dann griff er nicht richtig am Boden, am Schluss haben wir noch den Anker des Nachbars aufgegriffen. Begleitet wurden wir von lauten Rufen vom Land, einem durchdrehenden Schiffsnachbar, der nebst Regieanweisungen auch mit Fluchwörtern und Bezeichnungen für meine Person aus dem dunklen Reich nicht sparte. Schlussendlich haben wir im Vorhafen geankert. Alles pickfein, keine Unfälle, das Schiff heil.

Das Rezept? „Keep Calm and Sail“! Wir haben in grosser Ruhe versucht, das Manöver richtig zu fahren. Dass der Anker nicht greift, nicht richtig ausrauscht oder wir den Anker des Nachbars aufgriffen muss gedanklich immer wieder abgegrenzt und un-emotionalisiert werden. Das erste Manöver hat nichts mit dem zweiten zu tun und so darf man nicht nervöser werden sondern die Gelegenheit am Schopf packen, etwas zu lernen.

Auch haben wir uns gefragt, was die emotionalen Ausbrüche des Nachbars brachten. Er soll doch fluchen – wenn er damit das Schiff stabilisieren kann und machen kann, dass der Anker am Boden „beisst“. Ansonsten hat er nur unserer Kommunikation geschadet und sich selber – denn er schäumte vor Wut und wir fürchteten uns vor dem Versagen seines Herzens.

Der nervöse Schiffsnachbar versuchte meine Crew abzulenken und einzugreifen – doch sie reagierte entweder nicht, oder sie sagte, dass der Skipper das Manöver durchführt. Welch wunderbares Gefühl einer zusammengeschweissten Mannschaft. Ich konnte mich um das Manöver kümmern, die Mannschaft gab mir relevante Infos und schnappte weder ein noch wurde sie nervös. Das Rezept: Keep Calm und eben sei Dir bewusst, dass die Karten immer wieder neu gemischt werden!

So versuche ich, am Morgen aufzustehen und neue Wege zu gehen, neue Menschen kennenzulernen, und die die ich kenne, auf eine andere Art zu sehen und zu schätzen. Und sich bewusst werden, dass das Leben nicht vorgespurt ist, sondern ich die Möglichkeit habe, jeden Tag wieder etwas anders zu machen und „einzugreifen“… denn wie gesagt: Die Karten werden immer wieder neu gemischt! Und das heisst, dass ich jederzeit wieder vier Asse nacheinander haben kann!

Du brauchst keinen Lehrer, der Dich beeinflusst. Du brauchst einen Lehrer, der Dich lehrt, Dich nicht mehr beeinflussen zu lassen!

Das schöne Zitat kommt von Dalai Lama. Doch was ist der Kern der Aussage? Lehrer sind doch dazu da, Dich zu beeinflussen, oder?

Wir müssen hier etwas in die Tiefe gehen. Natürlich ist ein Lehrer da, um dem Schüler etwas beizubringen. Doch kann man hier man vielleicht einen Vergleich mit einer Tasse Tee wagen: Damit man eine solche geniessen kann, braucht es eine Tasse und – logischerweise – einen Tee. Doch es nützt nichts, guten Tee oder die „Essenz“ zu brauen, und dabei das Gefäss, die Tasse, die Form nicht zu haben. Man würde sich den Tee auf die Hand leeren, sich verbrennen und der Tee wäre weg. Genau so unklug wäre es, nur am Gefäss zu arbeiten, und dabei zu vergessen, dass es die Funktion eines Tee-Gefässes hat, und nichts (gescheites) hineinzufüllen.

So kann der Spruch dahin interpretiert werden, dass der gute Lehrer mit Dir nicht nur das Gefäss arbeitet, die hohle Form, sondern auch Dich dazu bringt, einen eigenen, guten Tee zu brauen und ihn einzufüllen und ihn zu geniessen.

Man kann soweit gehen, und diesen Spruch auch für die Erziehung, den Umgang mit Kindern, zu gebrauchen: Kinder sind keine Soldaten oder Diener, die ein Leben unreflektiert das machen sollen, was man befiehlt. Je älter sie werden, desto mehr muss man sie Selbstbewusstsein lehren. Und wie macht man das? Indem man sie dazu bringt, sich eine eigene Meinung zu bilden und sie auch zu verteidigen – weniger beeinflussbar zu sein. Viele Erwachsene sind unsicher und stark beeinflussbar. Starke Persönlichkeiten sind reflektiert und nur wenig beeinflussbar. So muss man also den Kindern die Chance lassen, eine andere Meinung zu haben als die eigene – was durchaus mühsam sein kann!

Zurück zum Leben: Wenn wir mit Menschen zusammentreffen, die einem stärken, dann stellen wir fest: Sie skizzieren sie einem keine Lösung vor. Sie fragen, sind neugierig und geben uns die Energie, die Lösung oder den Umgang mit einem Problem selber zu entwickeln. Sie helfen uns, ein Gefäss mit gutem Tee zu füllen. Nicht nur Tipps für die Form zu geben, die dann leer bleibt, und zu viel Stress und Frust führen kann.

So ist die Lösung im Umgang mit uns selber und mit anderen: Stets kritisch und neugierig sein, sich nicht beeinflussen und blenden lassen. Dies indem wir den anderen die Chance zu geben, zu werden – und nicht bloss zu sein!

Fokus und Übersicht

Wenn wir durch das Leben gehen, dann unterscheiden wir immer, ob wir „im Fokus“ oder „in der Übersicht“ leben. Männer haben eher den Ruf, zu fokussiert zu sein und nicht zu sehen oder zu spüren, was um sie herum läuft. Bei den Frauen scheint es vor allem der Modus „in der Übersicht“ zu sein, der sie begleitet. Sie zeichnen sich vielleicht nicht durch allzu grosse Detailkenntnisse aus, sondern sind in der Vogelperspektive dran, die grossen Puzzlestücke zusammenzusetzen.

Doch woher kommt das?
Ich denke, dass hier Darwin den Effekt gut erklären könnte: Während dem die Frauen in der Höhle die Kinder gebaren und sich um sie und die Sippe kümmern mussten, waren es die Männer, die auf die Jagd gingen. Frauen mussten permanent die Situation überblicken und bei Details immer wieder die Aufmerksamkeit auf etwas anderes richten. Das Feuer, der Bär, das Kind, das Wetter… hier half es, dass die Frauen ein gutes Gespür dafür entwickelten, und der „Übersichts-Modus“ half, hier ein möglichst gute Überleben zu sichern. Bei den Männern war es anders. Sie gingen auf die Pirsch und mussten fähig sein, sich auf die Beute zu konzentrieren. Sie mussten die Fähigkeit besitzen, gnadenlos alles herauszufiltern, damit sie mehr Erfolg beim Jagen haben.

So kommt es noch heute, dass die Frauen eher sprachgewandt sind – um sich mit möglichst vielen zu verständigen – und sich die Männer eher zu Details, Physik, Mathematik, Mechanik hingezogen fühlen.

Was können wir damit anfangen?
Ich denke, dass es wichtig ist, sich seiner Fähigkeiten bewusst zu sein, bzw. sich bewusst zu sein, was wir nicht können. Denn hier brauchen wir Hilfe oder müssen uns anderswie kümmern, nichts anbrennen zu lassen.

Die heutige Welt befriedigt Männer wie Frauen gleichwohl. Dennoch gibt es vor allem in der Wahrnehmung, und danach auch in der Kommunikation viele Probleme. Oft sind sie damit verbunden, dass Frauen ein Verhalten oder ein Puzzlestück feststellen, während dem Männer eher den Vorwurf machen, dass sich Frauen nicht auf „das Wichtige“ konzentrieren.

Was es bringen kann
Man soll Versuchen, die Nachteile im Leben zu einem Vorteil zu machen. So segle ich seit vielen Jahren mit einer Crew eine Woche im Jahr durch Griechenland. Da das Segeln oft Stress für uns Stadt- und Landmenschen hat, ist es wichtig, dass wir einender gut verstehen und wir ein Vertrauen aufbauen können. Und hier kommt es für mich als Skipper darauf an, meine Crew möglichst gut einzuteilen. Es gibt Freunde die mich dafür kritisieren, dass ich eine gemischte Crew an Bord habe. Doch – obwohl wir mehr kommunizieren müssen – habe ich sehr viele Vorteile. Wenn es darum geht, ein Hafenmanöver zu fahren, dann kann ich mir in meinem Kopf ein dreidimensionales Bild zusammensetzen und weiss genau, wann wie wo ich das Steuer einschlagen muss, den Anker fallen lasse, welche Klampe ich belege und welchen Poller ich auswähle. Auch sind es die Männer an Bord, die hier folgen können. Die Frauen ziehen sich eher zurück, belegen die Klampen und melden sich, wenn etwas nicht stimmt. Die Frauen aber spüren die zwischenmenschlichen Stimmungen viel besser. Sie spüren auch, dass wir vielleicht einen Hafen anfahren möchten und haben ein viel besseres Gefühl für die Crew und die einzelnen Menschen. Ich beziehe sie ein, und sie geben mir so viele wertvolle Signale, die ich mit meiner Antenne sonst gar nicht empfangen könnte.

Wie soll ich denn darauf kommen zu sagen, dass ich die Frauen an Bord nicht mögen sollte? Natürlich gibt es Hafen- und Segelmanöver – aber die machen nur einen kleinen Teil aus. Die Frauen wissen, wann wir essen sollten, welches Lokal wir aussuchen könnten und was angesagt ist. Da bin ich mit meiner „Handwerkerkiste“ oft überfordert. So haben uns die Frauen nach einer strengen Überfahrt im Sturm eine Dusche in einem Hotel organisiert. Hätte ich als Mann nicht gespürt – und trotzdem war es genau das richtige, was wir brauchten. Und auch ist die Kombüse nie leer, es hat die richtigen „Güetzi“ an Bord. Die Frauen an Bord wissen (zu) genau, wie wir Männer und die Crew funktioniert. Und geben Gegensteuer.

So haben wir eine perfekte Crew an Bord – und mit Frauen an Bord haben wir auch den Vorteil länger zu leben, da wir tendenziell weniger übertreiben da die Frauen bremsen. Die Hilfsmittel an Bord sind für Männer ausgelegt, und so fällt es uns Männern auch nicht schwer, hier zu brillieren. Und doch sind es die Frauen mit ihrer Übersicht, Vorsicht und Voraussicht, die es ausmachen, dass der Törn gelingt.

Es ist die Mischung Ying und Yang, eine Mischung von beiden Elementen, die ein Ganzes bilden. Und da das eine nicht ohne das andere kann, sollten wir uns im Alltag eher bewusst sein, was wir sind und was wir können, und welches Element uns fehlt. Wenn unsere Energie dafür brauchen, Brücken zu bauen und ein Gleichgewicht zu schaffen, haben wir ein ausgeglichenes Leben und viel weniger Stress; der Erfolg kommt so fast von selber!

Die Erziehung

Schon hier fängt das Problem an – im Sprachlichen: Es scheint, dass es bei dieser Disziplien um „Ziehen“ geht. Man kann eine Pflanze ziehen: Man kann Zweige abschneiden und Dornen lösen. Doch ist das auch die richtige Methode bei einem jungen Menschen? Kann man hier auch ganz einfach die Äste abschneiden, die einem nicht passen? Ist ein Kind ein Rohdiamant, den es zu schleifen gilt?

All diese Gedanken kommen aus einem Bild, dass mein Kind grundsätzlich mein Besitz ist, und ich die künstlerische Freiheit – ja sogar Pflicht – habe, es nach meinem Gusto zu gestalten. Doch hier kommt der Denkfehler: Die Kinder kommen mit einem Grosshirn zur Welt, mit einem eigenen „Ich“, und sind nicht USB-Sticks, die unprogrammiert daher kommen.

„Pädagogik“, aus dem Griechischen, gefällt mir besser. Hier beschäftigt man sich mit dem Kind, hier ist man mit dem Kind „auf einer Ebene“. Ich will nicht sagen, dass wir antiautoritär erziehen müssen. Das Kind soll und muss die Grenzen spüren und einschätzen können. Aber eben, das Kind ist kein Soldat, dass nur „Verständnisfragen“ haben kann, wenn wir einen Befehl ausgeben.

Wenn wir uns mit dem Kind beschäftigen, dann „leben wir vor“. Das Kind hat im Gehirn Spiegelneuronen, die kopieren. Sie kopieren vielleicht die gute Seite, leider noch viel mehr die schlechten Seiten. Darf ich ein Kind schlagen, weil es geschlagen hat? Es macht ja nichts anders, als die eigenen Werte zu kopieren: Man darf schlagen, wenn man überfordert ist.

Bevor wir in die Pädagogik gehen können, müssen wir bei uns selber anfangen. Wir dürfen – und sollten dringend – an uns selber schleifen. Das ist ein lebenslanger Prozess. Wenn wir also selber ausrasten oder zum Ausflippen tendieren, dann sollten wir zuerstmal wieder die innere Ruhe finden, die Gelassenheit, die Überlegenheit über uns selber. Wenn wir das schaffen, dann strahlen wir nicht nur Autorität aus, sondern sind selber Autorität. Dann müssen wir nicht drohen und erpressen – sonst sagen wir ja, dass es valable Mittel sind – sondern können wünschen und diskutieren. Nicht immer – aber immer öfter. Ist das Kind müde und bockig, und wir auch, dann müssen wir die Sterne auf unserer Uniform zeigen und befehlen – doch das sollte sehr sparsam eingesetzt werden.

Wie wir unsere Kinder erziehen – bzw. so wie wir unseren Kindern vorleben, zeigt viel über unsere Werte und unseren Charakter. Wir dürfen Schwächen haben und sie zeigen. Vielleicht müssen wir uns einfach mal zurückziehen, damit wir eben nicht ausflippen.

Auf jeden Fall eben müssen wir uns mit unseren Kindern beschäftigen, in ihre wunderschöne Welt eintauchen und ihnen vielleicht ein paar Aspekte einbringen. Man kann sie begeistern, sie zum Denken und zum Lachen bringen. Man kann ihnen die Wahrheit wie einen warmen Morgenmantel hinhalten, damit sie wohlig einsteigen können. Oder wir können ihnen die Wahrheit wie einen nassen Lappen ins Gesicht schlagen. Das Ergebnis soll das selbe sein. Wirklich?

Kinder sind keine Pflanzen – sind nicht mal Tiere. Kinder sind eigene Persönlichkeiten und eigene Wesen. Wir dürfen sie ein Stück lang auf ihrem Weg begleiten, bevor sie uns verlassen und einen eigenen Weg gehen – und wir die Welt verlassen. Wenn wir sanft und fein einen Weg vorgehen, den sie uns folgen, dann tun wir das richtige.

Was geben wir den Kindern mit? Eine gute Problemlösungsstrategie. Eine Möglichkeit, Probleme zu analysieren und die richten Schlüsse zu ziehen. Die Fähigkeit zu diskutieren und abzuwägen, vor allem das Gemachte zu reflektieren und zu verbessern.

Wir geben unseren Kindern permanent die beiden Botschaften mit: Werde selbständig und bleibe abhängig. Wir sagen, sie sollen Lösungen suchen – wir tun jedoch so viel für sie, dass sie abhängig bleiben. Wir putzen ihre Zähne, obwohl sie es selber könnten, oder waschen ihre Wäsche, wenn sie grösser sind. Wir sollten sie ermutigen, sich einzubringen und die Saschen selbst anzupacken. Sie sollen im Familienteam im Unternehmen „Familie“ mitarbeiten und sich einbringen.

Unsere Aufgabe ist es zu akzeptieren, wenn das Kind irgendwo andere Werte und Meinungen hat. Wir dürfen und müssen diskutieren, und nur im „Notfall“ durchgreifen. Regeln sind natürlich einzuhalten – aber wir strafen nicht nur (Ast absägen), sondern wir versuchen auf eine gute Art Einfluss zu nehmen. Und uns nicht ins Bockshorn jagen zu lassen!

Kinder sind keine Projekte mit Meilensteinen und Endpunkten, haben kein Budget. Kinder entwickeln sich, und wir können mit Liebe, Empathie und Grenzen setzen arbeiten. Nock viel mehr sollen wir ein Vorbild sein und akzeptieren, dass nicht alles so ist, wie wir es wollen. Jede Krise ist eine Chance: Und hier können wir durch kluges Handeln und überlegen vorleben, was auch nachgelebt werden kann.

Ich glaube nicht, dass die Kinder nur ein Spiegel unser Selbst sein sollen. Ich glaube aber fest daran, dass wir sie stärken können, wenn wir sie lernen, Problemlösungsstrategien zu entwickeln und zu verfeinern. Wenn sie ein gutes und gesundes Selbstvertrauen haben, reflektiert sind, dann sind sie gerüstet, um alle Probleme der Welt anpacken zu können; hier sollte unser Fokus liegen! Pädagogik, eben!

Die Sicht auf die Dinge

Sicht
Das Wort „Sicht“ hat es offensichtlich in sich, hat es doch sehr viele Bedeutungen, die man sich im Alltag zu Herzen nehmen kann.

Duden erklärt, dass es sich bei der „Ansicht“ um eine „Meinung, Überzeugung“, aber auch um ein „Bild, Abbildung“ handeln kann. Die Enge Verwandtschaft im Wort hat auch in der Realität eine Nähe. Denn wie oft denkt man, dass es sich bei einer Überzeugung oder Meinung um die unverzerrte Wirklichkeit handelt? Oft gründen Konflikte genau auf diesem Fehler!

Bei der „Umsicht“ handelt es sich um ein oft abwesendes Ding, das uns den Alltag etwas weicher machen könnte. Würden wir unsere Absichten mit Umsicht und Weitsicht treffen, dann hätte ich die Zuversicht dass das Ergebnis besser wäre.

So ist auch die „Vorsicht“, die Mutter der Porzellankiste, nicht weit. Eng verwandt mit der Rücksicht würde sie aus der Vogelsicht unser Leben aus Nutzersicht einfacher gestalten, und aus unserem Mondgesicht ein Elfengesicht machen.

Die Totalansicht würde uns helfen, dass wir uns nicht in den Details verlieren. Mit Voraussicht brauchen wir dann, wenn der Mist eingetroffen ist, kein Pokergesicht zu machen. Die Hellsicht würde uns sowieso vor allen Problemen schützen; bei näherer Durchsicht des Themas hätten wir in unserem Leben eine Rundumsicht die man nicht übersehen kann.

Im Angesicht des Todes bereuen wir, dass in unserem Leben oft die Kaufabsicht regiert hat, jedoch uns die Scharfsicht fehlte, jederzeit den richtigen Blickwinkel einzunehmen, um die Übersicht über die Prioritäten zu verlieren. Punkt.

Die Kunst des Reisens

Wenn Menschen eine Reise machen, dann empfinden sie oft das Gefühl der Zeitverschwendung. Sie sind gestresst und wollen schon da sein. Auch die Reisezeit raubt uns Lebenszeit, und so ist es unklug, wenn wir die Zeit nicht „nutzen“. Ich meine damit nicht, dass man in dieser Zeit etwas produktives machen soll, sondern dass man einfach auch die Reise als solches geniessen soll, und das Stresslevel möglichst klein halten sollte.

Stress
Stress ist ein kleiner Helfer aus der Urzeit, der uns dabei half, möglichst die lebensbedrohlichen Angreifer abzuwehren und unser Überleben zu sichern. Heute ist Stress – bzw. dessen Auswirkungen – zu einem Dauerthema geworden. Wir müssen oder vielmehr wir möchten immer mehr Aktivitäten unter einen Hut bringen. Das bewirkt, dass man immer mehr „reisen“ muss, gedanklich und körperlich, um alle Ziele zu erreichen. Das erzeugt Stress, denn wir merken, wie der Berg immer schwerer zu bewältigen ist. Wie bekommen wir das unter einen Hut? In dem wir noch schneller Reisen, und indem wir uns beim Reisen – wo wir uns erholen könnten – noch mit mehr Dingen beschäftigen. Schnell noch eine E-Mail schreiben, Facebook checken, das Wetter studieren, schauen wie die Auktion läuft.. wir müllen unsere letze freie Minute zu, und kommen so in einen permanenten Stress, wo wir uns kaum retten können.

Ausweg – Breathe!
Ja, wir haben einen Ausweg und haben den „Exit-Knopf“ in der Hand. Wir können selber entscheiden, ob wir uns mit Sachen beschäftigen, die uns nur die Zeit rauben, oder ob wir etwas sinnvolles machen wollen. Erster Schritt: Augen zu und Atmen. Wir werden uns unseres Körpers bewusst und merken, dass wir „da“ sind. Geistig sind wir immer in der Luft, mit dem Kopf voller Gedanken. Wenn wir uns selber spüren, nehmen wir wieder Kontakt mit der Realität auf. Wir schliessen die Augen und spüren, dass wir ein Teil des Lehens sind, das gerade jetzt stattfindet.

Lachen
Nun setzen wir hin, und fangen an zu lachen. Wie soll das gehen? Das Leben gibt nicht viel zum Lachen her! Ein nerviger Chef, ein enger Bus, tausend unerledigte Aufgaben, die Müdigkeit vom Vortag, und, und, und. Wenn wir loslassen wollen, dann müssen wir Lachen. Wir können es mit einem Mona-Lisa-Lachen machen, und so der Umwelt signalisieren, dass wir die Welt ein Stück besser und schöner machen wollen. Oder wir können ein schönes Thema mit einem Freund anpacken, und darüber lachen. Wir haben ein grosses Potential, unser Gehirn, wo wir im Kopfkino Dinge ablaufen lassen können, die uns glücklich machen.

Und dann?
So, jetzt sind wir aufgewärmt um etwas zu tun! Nun können wir uns überlegen, was wirklich wichtig ist – und dann dies zu tun. Wohl sind es keine schlechte Gedanken, Facebook oder die Sportresultate, sondern einen Anruf an einen Freund, ein paar Zeilen an die Nächsten. So beginnen wir, an den wirklich wichtigen Themen zu arbeiten. Vielleicht ist es aber nur ein Mittagsschlaf, der uns glücklich machen kann. Wichtig ist, dass ich mir bewusst bin, was mich glücklich macht!

Locker werden
So, jetzt müssen wir den Stress loslassen, indem wir locker werden. Und jetzt passiert wunderbares: wir beginnen zu spüren und vergeuden keine Energie mehr. Wir haben uns von unseren Zwängen befreit und können locker agieren. Mit locker werden meine ich, dass wir nur noch auf Sachen konzentrieren, die wir wirklich tun müssen.

Das Eisenhower-Prinzip
Eisenhower war ein amerikanischer General im zweiten Weltkrieg. Er hat das Eisenhower-Prinzip erfunden, das in Literatur oft beschrieben wird. Es besteht aus vier Feldern, wobei oben links das Feld A ist: dringende und wichtig. Rechts daneben ist das Feld B: nicht dringend, aber wichtig. Links unten ist das Feld C: Dringend, aber unwichtig, rechts daneben ist das Feld D: Nicht wichtig und nicht dringend. Der Rat ist einfach. Teile Deine Ziele, Aufgaben und Tätigkeiten in diese vier Felder ein, und fange oben links nach unten rechts mit der Abarbeitung an. So kümmern wir uns zuerst um die dringeneden und wichtigen Sachen, bis wir am Schluss die unwichtigen und nicht dringenden Sachen erledigen.

Eisenhower-Prinzip dynamisch
Die Aufgaben kommen meist von wichtig und nicht dringend, zum Quadranten wichtig und dringend. Der Unterschied ist, dass ich bei „dringend“ unter Zugzwang komme, keine Zeit habe und nicht angemessen entscheiden und reagieren kann. Die smarten Leute kümmern sich zwar um A, versuchen jedoch möglichst viel Zeit mit B zu verbringen, und können damit die Qualität und die Zufriedenheit steigern. In B gehört zum Beispiel die Frage, welchen Job ich bei welchem Arbeitgeber machen möchte, wie ich mich entwickeln will und dass ich versuche, achtsam zu sein. So werden immer weniger B’s zu A’s und man arbeitet ruhiger und gelassener. Ist es denn wichtig, immer das Handy dabei zu haben um zu entscheiden und up-to-date zu sein? Nicht in jedem Fall!

Reduce to the max!
Wir leben in einer Welt mit immer mehr Möglichkeiten und können uns immer mehr leisten. Wir leben so in der Illusion, dass wir glücklicher werden, denn wir können ja alles tun! Leider ist genau das Gegenteil der Fall: Die Menschen werden bei zu viel Auswahl unglücklicher, weil sie überfordert sind. Reduce to the max ist der Aufruf, weniger zu tun – und das dafür mit einer grösseren Qualität. Es bedeutet Verzichten, Nein sagen, weniger tun.

Gegner von Reduce to the max: Werbung
Werbung ist ein grosses Business und übt einen grossen Einfluss auf die Menschen aus. Das interessante daran ist, dass wir ein ganz anderes Gefühl haben. Wer von uns denkt denn, dass er von einer Werbung manipuliert wird oder werden kann? Fast alle würden sich als „immun“ dagegen betrachten. Doch es ist nicht so – beiweitem nicht! Die Werbebranche ist ein weit entwickelter Zweig der Kommunikation, der sich mit den manipulativen Elementen sehr gut auskennt. Niemand von uns wird jemals zugeben, von einer Werbung manipuliert zu werden – und das ist der grosse Vorteil der Werbung. Sie bewegen sich in einer Zone, wo wir das Gefühl haben, dass sie nicht gefährlich sind. Und doch: Sie beeinflussen uns, leider in einer negativen Manier. Sie arbeiten in drei Schritten. Zuerst finden sie heraus, dass wir nicht perfekt sind, so wie wir sind. In einem zweiten Schritt gaukeln sie uns eine Lösung vor, bevor sie uns in einem dritten Schritt das Produkt verkaufen, dass wir scheinbar dafür brauchen. Grenzenlose Freiheit durch Zigaretten, eine intakte Familie für eine teure Uhr und eine Nachtcreme, bei der wir nicht mehr schlafen müssen. Ein Witz.

Der Perfekte Mensch
Es muss ihn geben, den perfekten Menschen! Gut aussehend, forever young, ohne Probleme meistert er sein Leben und kriegt jedes Problem in den Griff. Ein Player, dem nur selten etwas misslingt. Und weil uns das Bild anspricht, unternehmen wir alles, damit wir es erreichen können. Die Mittel sind denkbar einfach! Eine Jacke für CHF 300, sieben Haargels, die neusten Schuhe, ein Handy der neusten Generation, viele Likes in Facebook, Instagram. Einfach ein Mensch auf der Überholspur. Das Rezept ist so einfach: Wer konsumiert, ist. Wer nicht konsumiert, ist ein Looser. Und so setzen wir einen guten Kreislauf in Gang: Ich habe eine teuere Jacke, bin aber immer noch nicht beliebt. Also muss ich eine noch teurere Jacke kaufen, noch einen achten Haargel kaufen, noch eine weitere Reise unternehmen, noch teurere Autos fahren, noch exklusiver leben, noch, noch, noch… Und am Schluss der Reise kommen wir in eine Welt der Kredite und Leasings, währenddem das innere Manko nicht kleiner zu werden scheint.

Du bist schon perfekt
Ich habe eine Nachricht, die Dir gefallen wird: Du bist schon perfekt, wenn Du so bist, wie Du bist. Du hast einige Stärken und viele Schwächen (so wie ich), Du hast einiges begriffen und hast vom meisten keine Ahnung. Du siehst gut aus. Denn Du bist Du! Nun musst Du zwei Dinge machen, um weiterzukommen: Erstens akzeptieren, dass Du so bist, wie Du bist – und das möglichst ohne Verzerrungen. Und zweitens akzeptieren, dass Du vieles nicht bist. Du bist das meiste nicht! Weder bist Du Roger Federer, noch Michel Platini, weder Jennifer Lopez noch Bruce Lee. Du bist einfach ein normaler Food-to-shit-converter, hast weder allzu grosse Auszeichnungen und Nobelpreise, bist aber auch nicht besonders schlecht.

Jetzt beginnt die Arbeit!
So, wir haben herausgefunden, dass wir zwar einzigartig, aber nicht auf allen Gebieten eine Koryphäe sind. Was müssen wir nun tun? Wir müssen begreifen, dass die anderen es auch nicht sind! Wissen wir, ob Roger Federer einen Kuchen backen kann? Ob er Schach spielt und ob er einen grünen Daumen hat? Wir wissen es nicht – können aber annehmen, dass er in diesen Disziplinen ziemlich durchschnittlich ist. Wie können wir das wissen? Ganz einfach: Der Tag hat 24 Stunden, inkl. die Nacht. Wenn Federer acht davon schläft, weitere acht im Training verbringt, so bleiben ihm acht für Familie, Transfers und sonstiges – und es wäre unmöglich, auch auf allen anderen Terrains ein Profi zu sein. Es entspannt!

Die Kunst des Werdens
Wenn wir also wissen, was und wer wir sind, dann können wir mit „Werden“ beginnen. Wir definieren, an welchen Themen wir arbeiten möchten, und dann konzentrieren wir uns darauf. Wir packen die Sachen möglichst locker an, und kommen so weiter. Wir versuchen, die Kraft der (Nächsten-)Liebe aus und begreifen, dass physische Freunde mehr wert sind als Facebook-Freunde, die einen liken. Und dann begreifen wir, dass wir für’s Glücklich-werden kein teueres Auto, teure Kleider oder Haargels brauchen, sondern an uns selber arbeiten müssen, um weiterzukommen. Wir brauchen keine teuren Judogis, um schönes Judo zu machen. Ein normaler Discount-Anzug reicht völlig! Und doch investieren viele Judokas viel Geld in Anzüge, Gürtel und Äusseres, anstelle sich um die Technik und den Kern des Judos zu kümmern.

Die beiden Judoprinzipien
Beim Erfinden des Judos vor über 100 Jahren hat Jigoro Kano zwei Grundprinzipien definiert. 1. Kein Fortschritt ohne Partner und 2. Den optimalen Einsatz der Kraft, das heisst mit möglichst wenig Kraft eine möglichst gute Wirkung erzielen. Wenn man diese Prinzipien auf der Matte anwendet, dann ergibt das durchaus einen Sinn: Wenn ich zu meinem Partner Sorge trage, dann wird er dies in der Tendenz auch tun. Und so kommen wir gemeinsam weiter. Beim optimalen Einsatz der Kraft geht es darum, dass wir nicht die schöne Technik durch rohe Kraft ersetzen. Das wir den richtigen Moment abwarten und am liebsten den Gegner dazu bringen, sich mit dem eigenen Schwung zu werfen.

Ausserhalb des Dojos
Überträgt man diese Prinzipien auf den Mensch als ganzes, dann ergibt das erstaunlicherweise auch ausserhalb der Matten einen Sinn: Beim „Kein Fortschritt ohne Partner“ ist zum Beispiel Nächstenliebe gemeint, die richtige Einstellung, den Menschen zu helfen und auf sie zuzugehen, keinen Hass zu säen und Streit zu führen. Wir kommen ohne Menschen nicht weiter, und so ist es unumgänglich dass wir sie schätzen und einbeziehen. Das Optimumsprinzip soll uns lehren, dass wir möglichst locker durch’s Leben gehen, nur im richtigen Moment eine Action machen und bei Konflikten versucht, sie entweder durch Nächstenliebe zu überwinden oder durch eine gezielte Aktion versuchen, den Gegner dazuzubringen, sich selber zu werfen oder ihn ins Leere laufen zu lassen. Das Geschmeidige besiegt das Harte, das geduldige besiegt das hastige. Es gibt noch viel zu tun!

Wu wei – annehmen, es geschehen lassen

Wir bewegen uns in einer kontrollierten Welt und haben das Gefühl, dass wir alles kontrollieren können. Es scheint uns wie ein Wettbewerb; entweder ich kontrolliere es, oder es kontrolliert mich.

Viele Menschen leben ziemlich unbewusst in den Tag hinein, lassen sich treiben. Ohne mit der Wimper zu zucken werden sie alt, und sie wissen gar nicht, was geschehen ist. Andere machen das Gegenteil: Sie versuchen zu steuern und zu kontrollieren, zu beherrschen, zu meistern. Sie leben ein Leben nach dem Motto, wer nicht kontrolliert, wird wie ein Käfer zerteten. Entweder ich kontrolliere, oder ich verliere.

Beide Arten haben Vorteile, denn der sich-treiben-lassende hat wenige Sorgen, der Kontrollierende kann das Spiel bestimmen. Vielleicht gibt es eine intelligente Art, wie man damit umgehen kann.

Reflektiertheit – Aufmerksamkeit – Achtsamkeit
Was ist, wenn ich aufmerksam die Dinge geschehen lasse, mich nicht einmische, wenn es nicht nötig ist, nicht die Kontrolle übernehme? Als reflektierter Mensch habe ich Vertrauen, dass ich nicht überall Einfluss nehmen muss. Wenn ich aufmerksam meine Umgebung beobachte, meine eigenen Möglichkeiten und Ressourcen kenne, und mich am Schluss frage: Braucht es meinen Einfluss? So kann ich vieles erreichen. Ich soll achtsam sein. Mit mir selbst, mit meinem Nächsten, mit der Welt um mich herum. Dann weiss ich, wann ich mich einsetzen muss, und wann es mich nicht „braucht“.

Es gibt keine guten oder schlechten Nachrichten – nur Nachrichten
Wir leben in einer Welt, wo wir alles und jedes ständig bewerten wollen. Natürlich ist es wichtig, es zu tun. Wenn wir einen Pilz sehen, und uns fragen, ob wir ihn essen sollten, so bewerten und entscheiden wir. Wenn etwas um uns herum geschieht, dann bewerten wir immer und andauernd. Wir wägen ab, machen uns ein Bild, vervollständigen das Bild mit unserer Fantasie und bewerten. Was, wenn wir Nachrichten entgegennehmen, und nicht einfach bewerten? Vielleicht müssen wir uns zuerst überlegen, was wir bewerten, wie wir bewerten. Vielleicht müssen wir einsehen, dass unsere Bewertung nicht allgemein gültig ist und verzerrt ist. Vielleicht haben Nachrichten keine emotionale Komponente, sondern wollen nur informieren. Hier liegt das Geheimnis! Als reflektierte Menschen nehmen wir Sachen entgegen, und bewerten sie entweder gar nicht, sondern erst später. Vielleicht suchen wir lieber nach Lösungen, statt nach Fragen. Vielleicht lassen wir den Verstand in Ruhe entscheiden.

Schnelle Entscheidungen
Wir leben in einer Welt, wo wir immer mehr und auf mehreren Kanälen erreichbar sind. Wir können immer angerufen werden, wenn wir eine Meinung geben müssen, einen Befehl oder Wunsch entgegennehmen sollen. Wir müssen immerzu entscheiden. Unsere Entscheide werden schneller, denn wir sind im Multitasking-Modus. Die Menge der Entscheidungen steigt an – doch werden sie wirklich auch qualitativ besser? Wie oft sagen wir: Das muss ich mir überlegen, ich rufe Dich zurück? Wie oft machen wir eine Denkpause, wägen ab? Wie oft sind wir reflektiert? Ich habe das Gefühl: In der Tendenz weniger. Die Flut wird grösser und breiter, und wir haben das Gefühl, wir können dem Herr werden, in dem auch wir die Kadenz erhöhen. Schneller entscheiden, mehr entscheiden. Weniger Schlafen und mehr Gas geben. Jedoch nimmt die Qualität ab. Die Qualität der Beziehungen, die Qualität der Entscheidungen, und leider insgesammt die Qualität des Lebens. Wir werden gezwungen, uns schneller auf etwas einzustellen, und mehr „Gas“ zu geben. Wohin? Wollen wir denn schneller ins Grab?

Das Leben als One-Way-Ticket
Wenn wir unser Leben als One-Way-Ticket anschauen, dann ist Zeitverschwendung die grösste Sünde. So sollten wir achtsam sein, und unsere Zeit gut einteilen. Wir sollten an der Qualität arbeiten, nicht an der Menge. Wir sollten vielleicht nicht so viele Facebook-Freunde haben, aber ein paar richtige Freunde. Wir sollten weniger Dinge tun, dafür diese besser.

Das Leben als Optimierungsprozess
Wir machen Dinge in unserem Leben, und wiederholen sie immer wieder. Wir gehen ins Training, zur Arbeit, sind mit Freunden unterwegs. Wie oft sind wir aber im „Autopilot“-Modus unterwegs? Wie oft haben wir uns Mühe gegeben, etwas noch besser zu tun? Wie oft haben wir Leidenschaft in unser Tun gebracht, oder versucht, unsere Leidenschaft weiterzugeben? Wir sollten versuchen, unser Leben zu optimieren, immer wieder zu lernen und zu verbessern.

Gelassenheit
Verbissenheit, Zielblindheit und Verkrampfung führen zwar oft zum Ziel, der Preis ist jedoch hoch. Ich muss viel Kraft investieren, über Leichen gehen oder brenne die Kerze meines Seins schnell herunter. Anstatt dies zu tun, kann ich versuchen, an meiner Gelassenheit zu arbeiten. Wenn die Kraftentwicklung die Differenz zwischen völliger Gelassenheit und völliger Angespanntheit ist, dann trainieren die meisten Menschen die maximale Angespanntheit, zum Beispiel im Fitnessstudio. Das Geheimnis der Lockerheit (körperlich) und Gelassenheit (geistig) ist, dass ich eines lernen muss: Loslassen. Loslassen von meinen Problemen, Loslassen von meinem Willen, alles zu kontrollieren. Wenn ich auf der Matte locker bin, dann spüre ich den Gegner, und kann ihn besser schlagen. Wenn ich gelassen bin, so kann mir nichts passieren. Ich bin offen für alles, bewerte nichts. Aber ich kann im richtigen Moment zuschlagen und einhängen – bin voll da. Meine Ressourcen sind voll, denn ich habe keine verschwendet.

Öffnen
Viele Menschen sind geistig geschlossen, sie können nichts annehmen, da sie immerzu am Senden sind, oder mit sich selbst beschäftigt sind. Wenn sich die Menschen öffnen, so können sie mit der Umgebung interagieren, sie können annehmen, sie können lernen. Geschlossene Systeme sind nicht lernfähig.

Da abholen, wo man ist – und nicht da, wo man gerne sein würde
Damit man eine gute Gelassenheit an den Tag bringen kann, lohnt es sich, sich selber da abzuholen, wo man ist – und nicht da, wo man gerne sein würde. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich ein guter Judoka bin, und ich nichts mehr lernen kann, dann werde ich wirklich nichts mehr lernen. Ich werde mir immer wieder einreden, dass der Lehrer falsch ist, oder ich einen guten Grund habe, es anders zu machen. Mit der Zeit werde ich irgendwie unausstehlich, und kann nichts mehr lernen. Ich bin – und kann nicht mehr werden. Am Besten ist es, wenn man sich bewusst wird, dass man in fast allen Kategorien keine Ahnung hat. Oder wie steht es mit Ihren Kenntnissen in frühfranzösischer Philosophie, der Quantenphysik, Ihrem Wortschatz in Suaheli und des Talents, ein Känguruh-Steak zu machen? Stimmen Sie zu, dass Sie von fast nichts eine Ahnung haben, auch wenn Sie das Gefühl haben, Universalgelehrter zu sein. Es ist eine Illusion – das Wissen auf dieser Erde ist so gross und wächst rasant, dass unser Anteil daran jeden Tag kleiner wird, obwohl wir lernen. Also müssen wir offen sein und Lernen, aber auch schlicht und einfach oft zugeben, dass wir absolut keine Ahnung haben. Das ist kein Problem an sich, es ist einfach die Realität. Wenn wir das akzeptierten, dann können wir ganz locker damit umgehen – denn es gilt für alle! Wenn man also eine Einschätzung von sich selber macht, dann sollte sie nicht zu gut sein. Und so können wir realistisch unsere Kräfte einsetzen, dort wo es nötig ist.

Nichts einreden, nichts ausreden, einfach da sein!
Wenn uns ein Mensch angeht, dann wollen wir sofort bewerten. Als nächstes überlegen wir, wie wir das Problem lösen würden und fangen an, den Leuten etwas einzureden oder auszureden. Wie oft haben wir gesagt: Ich bin für Dich da! Ich höre Dir zu! Ich habe Dich gern! Wir finden, dass dieser Weg zu ineffizient ist. Denn wenn uns doch jemand etwas fragt, müssen wir eine Lösung bringen oder? Nur selten ist das der Fall. Die meisten Menschen sollten ihre Probleme selber lösen. Unsere Aufgabe als Zuhörer ist, zuzuhören und nachzufragen. Die Waffe und die Lösung vieler Probleme ist das Nachfragen. Nachfragen hilft, das Problem zu verstehen, und hilft dem Problemhalter, den Nebel zu lüften und selber eine Lösung zu finden, wenn es denn überhaupt um eine Lösung geht! Oft geht es einem darum, Schutz zu suchen und zu finden. Hier hilft einfach da sein. Einreden und Ausreden sind Gift.

Keine ungefragten Ratschäge
Wir sind oft im Modus, den anderen Ratschlägen zu geben. Doch Ratschläge sind auch Schläge – vor allem wenn sie ungefragt sind. Wenn wir Ratschläge geben, dann liegt unser eigenes Wertesystem zugrunde. Unser Weltbild. Unsere Erfahrungen und Meinungen. Nur selten sind sie auf unser Gegenüber übertragbar. Warum sparen wir nicht ein wenig? Ungefragte Ratschläge sind Sand im System – wir können das verhindern und unsere Meinung dann kundtun, wann sie gefragt ist.

Spiel ein Spiel
Was am Meisten befreit, ist wenn man das Leben als Spiel betrachtet, in dem alle Spieler ein One-Way-Ticket und ein Leben haben. Dann können wir es nämlich viel leichter nehmen, haben mehr Mitgefühl und können uns selber helfen, in dem wir anderen helfen und für andere da sind. Nur wenige von uns können wirklich die Welt verbessern, die Welt wirklich verändern. Aber das soll nicht davon abhalten zu versuchen, die unmittelbare Umgebung zu verbessern und positiv zu beeinflussen. Wichtig zu wissen ist es – Ying und Yang – wann wir Einfluss nehmen sollen, und wann es besser ist nichts zu tun. Oft wollen wir zu viel, zeigt die Erfahrung.

Eine Geschichte zum Schluss
Es gibt einen Strand, wo jeweils zu einem Zeitpunkt tausende lebendige Fische angeschwemmt werden, und dann am Strand verenden. Irgendwo befindet sich eine alte Frau, die mit einer Schaufel die Fische ins Meer zurückschaufelt, und sie so vor dem sicheren Tod bewahrt. Es kommt ein Tourist vorbei und fragt die Frau, was sie denn da tue. Angesichts der tausenden von Fischen und dem kilometerlangen Strand spiele es doch keiner Rolle, sagt er, ob sie nun Schaufle oder nicht. Die Frau blickt auf und sagt: „Doch, für diese Fische auf meiner Schaufel spielt es eine Rolle“. Wir können die Welt nicht verbessern, doch auf den paar Quadratmetern um uns herum, können wir wirken – und sollen wirken! Für die Menschen um uns herum spielt es eine Rolle.

Nichts ist beständiger als der Wandel

Viele Menschen sehnen sich nach Stabilität, nach Strukturen, nach Standards. Viele Menschen leben das Leben, indem sie versuchen zu verstehen. Sie suchen nach Mustern, sie suchen nach Antworten. Sie fragen sich, woher sie kommen, was ihre Mission ist und wohin sie gehen.

So suchen die Menschen nach ihrem Glück, suchen nach ihren Talenten und spuren so ihre Enttäuschung und ihr Scheitern vor. Warum?

Sie stellen sich die falschen Fragen, sie suchen die falschen Antworten!

Wenn alles still steht, alles standardisiert ist und die Missionen klar sind, dann ist das Menschsein ein Abarbeiten von To-Do-Listen. Es gibt keine Überraschungen, weder angenehme noch unangenehme, es gibt keine Zufälle, alles ist programmiert. Wir werden mit einem Verfalldatum geboren und gehen einen Weg, der uns vorgegeben wird. Es gibt nichts zu lachen, nichts zu beweinen. Es gibt nur den Weg. Es gibt keine Flexibilität, es gibt keine Ausahl. Alles ist klar.

Wenn wir in einer Welt ohne Standards leben würden, wäre es wie ein Leben im Chaos. Ohne Strukturen wären wir immer bedroht, und wüssten nicht, was uns am nächsten Tag erwartet. Wir würden ausbrennen.

Was, wenn wir leben würden, als würden wir unsere Mission nicht kennen? Was, wenn wir sie sogar selber definieren müssten? Das Ziel des Lebens kann nicht wirklich der Tod sein. Wäre die Zielerreichung prioritär, dann würden wir in einer Suizid-Gesellschaft leben.

Das Ziel des Lebens muss der Weg sein. Den Weg, den wir jeden Tag gehen. Wir müssen ihn innerhalb eines Rahmens selber gehen, wir müssen unser eigenes Leben leben.

Die Natur kann nur existieren, wenn es einen Wandel gibt. Und so spriessen im Fühling die Pflanzen, sie blühen wunderschön im Sommer, sie tragen saftige Früchte im Herbst und sie ziehen sich im Winter zurück, um im Fühling wieder zu spriessen. Und so ist der Winter nicht negativ, denn er gibt den Pflanzen die Rückzugsmöglichkeiten. Der Winter ist die Basis des Sommers. Pflanzen haben keine Wahl, sie tun das, was ihnen ihr genetischer Code vorgibt und machen das Beste im Rahmen des Möglichen.

Wir Menschen haben eine Wahl, denn wir können verschiedene Sachen tun. Was wir nicht können, ist ewig blühen und gleichzeitig Früchte tragen. Was wir nicht sollten, ist einen Rückzug zu vermeiden, weil wir sonst ausbrennen. In der Ruhe liegt die Kraft.

Und so ist der Spruch „nichts ist Beständiger als der Wandel“ nicht negativ, sondern er ist positiv. Er sagt aus, dass sich die Rahmenbedingungen verändern, und uns immer wieder neue unbekannte Chancen gibt. Das Leben ist voll davon! Wenn wir uns nach Standards sehnen, dann kann es nicht wirklich ein Ziel sein – es wäre die Hölle. Stell Dir vor, Du müsstest jeden Tag das gleiche, einmal definierte und erprobte perfekte Essen zu Dir nehmen.. wo bliebe der Genuss?

Und so liegt es an uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen, heute zu springen und morgen zu ruhen, immer im Wandel zu bleiben und uns zu verbessern. Wir sollten die Chance packen, uns zu verbessern und in jedem Moment das Beste zu tun. Wir sollten uns an jede Situation adaptieren, anpassen können, und immer wieder neue Lösungen suchen. Und so gibt es keine guten und keine schlechten Nachrichten – nur Nachrichten. Was wir daraus machen, ist uns selber überlassen.

Wenn wir uns unseren Mitmenschen widmen, dann tun wir das richtige. In einer Welt wo nichts klar und vorherbestimmt ist, bewegen wir uns alle auf einer unbekannten Reise. Die einzige Antwort darauf ist, dass wir die Reise zusammen gehen wollen, und uns gegenseitig helfen und unterstützen. Jeder auf seine Art, jeder anders in seiner eigenen Situation. Denn genau der Wandel macht aus unser Leben aus – wenn wir still und starr sind, sind wir tot und unsere seelische Reise auf Erden endet. Und unser Körper wird dann die Nahrungsgrundlage für die Natur, und bildet die Basis für weiteres Leben.

Der Tod ist eine Reinigung des Lebens und schafft Platz für Neues. So traurig es ist, so wertvoll ist die Erkenntnis daraus: Wir leben nur eine begrenzte Zeit und sollten diese möglichst gut nutzen. Um füreinander dazusein, um zu helfen, Trost zu spenden und Gutes zu tun. Das positive Lebensgefühl und das gute Handeln müssen das Ziel unseres Weges sein!

Beurteile einen Tag nicht danach, welche Ernte du am Abend eingefahren hast. Sondern danach, welche Samen du gesät hast.

Viele Menschen lieben das Arbeiten mit Zielen. Sie sind einfach zu setzen und zu überprüfen. Man schafft eine Scheingenauigkeit. Wo aber bleibt die Nachhaltigkeit? Wo bleibt die Passion und der Einsatz?

Wenn man den Tag nicht nach der Ernte richten würde, sondern nach dem Säen, dann ist man sicher, dass man an den richtigen Dingen arbeitet. Man kann nichts ernten, wenn man nichts gesät hat – ausser Unkraut. Das Arbeiten am „Säen“ ist eine hohe Kunst, denn man muss sich von der isolierten Sicht des Erntens lösen; was für viele sehr schwierig ist.

Versuchen wir doch, dem heutigen Tag etwas mehr Sinn zu geben, indem wir uns noch etwas mehr auf das Säen konzentrieren. Wenn Du eine gute Oliven-Ernte haben willst, dann schau genau hin, wie jemand seine Bäume pflegt, mit wieviel Liebe und Hingabe er sie kultiviert. Das Wetter kann eine Ernte zerstören. Ein schlecht gehaltener Baum wird jedoch auch bei guten Einflüssen nur mässigen Ertrag bringen – wenn überhaupt! Das Messen der Kilos nach der Ernte beim Händler kennt all diese Einflüsse nicht…